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Green Rain

Chapter Text

„Verdammt gutaussehend“, sagte Switch, „oder er wird es sein, mit mehr Haaren.“

„Wer?“ Trinity füllte einen Becher mit Wasser und setzte sich.

„Haben wir mehr als einen Glatzkopf hier?“

„Ja“, sagte Trinity, „tatsächlich sind es drei.“

„Sehr lustig.“

„Danke, dachte ich mir auch.“

„Ich meine den Heiland. Echt verflucht schön. Mein Rat, Trinity? Nagel ihn, so lange er gut und frisch ist, bevor er nach Zion kommt und die Aufmerksamkeit ihn verdirbt. Verdammt, wenn ich frei wäre, würde ich ihn selbst bespringen.“

„Hallo?“, fragte Apoc trocken, „erinnerst du dich an mich?“

„Ja, und ich habe gerade gesagt, dass ich passen muss! Was willst du mehr? Blut? Dieser Junge ist so über jede Skala hinaus anbetungswürdig, es ist, als ob ein Filmstar seine DNA in einen Labradorwelpen injiziert hätte.“

Apoc hob eine Augenbraue. „Jetzt wird es abartig. Um nicht zu sagen illegal. Irgendeinen Filmstar im Kopf?“

„Vorsicht. So starten Gerüchte.“

„Hast du viele gestartet?“

„Jep. Frag Richard Gere.“

„Gott“, sagte Trinity, „das warst du?“

„Und du dachtest, das Restselbstbild wäre cool, he? Wir haben alle unsere Talente.“

„Manchmal machst du mir Angst, weißt du das?“

„Ich weiß, dass du mal wieder flachgelegt werden musst. Wie lange ist es her, Trin?“

„Was ich brauche, ist ein neues Pad im vierten Port-Quadrat. Es feuert nicht richtig. Mal wieder.“ Sie zog eine Grimasse. „Es hört nie auf.“

„All die Arbeit und keine Spiele...“

„Hält uns der Kram am Leben?“

Switch sah sie einen Moment an, dann führte sie ihren Becher an den Mund, versteckte ein Grinsen. „Also findest du nicht, dass er hübsch ist?“

„Wer, Neo?“, fragte Trinity und zuckte die Schultern, ein Bild von Desinteresse. „Kann nicht wirklich sagen, dass er mir aufgefallen ist.“

 

 °

 

Sie liegt natürlich richtig. Mit beidem. Ich könnte mir dieses Mannes nicht bewusster sein und er ist wirklich, wirklich... schön ist das einzige Wort. Seine Knochenstruktur, seine außergewöhnlichen Augen, einfach die Art, wie er sich bewegt. Seine Unbeholfenheit ist so liebenswert, es ist die entschuldigende Art eines Kerls, der nicht weiß, dass er umwerfend ist. Ich fragte mich, wie jemand, der so lebte, so viele Frauen haben konnte, die ihm verfallen waren, aber als ich ihn traf, verstand ich es. Ich verstand es absolut. Und ich bin erbärmlich dankbar, dass er das absolut nicht wahrnimmt; dass er nicht der Player ist, der er sein könnte.

Ich kenne ihn kaum, aber ich habe noch nie jemanden gefunden, mit dem das Zusammensein so einfach ist. Er gibt mir nie das Gefühl, zu verschlossen zu sein. Er ist so zurückhaltend, kommt mir niemals zu nahe, aber heute morgen stolperte ich leicht, als ich die Leiter hinunter stieg, Mouse oder jemand anderes hatte irgendwas verschüttet, und bevor ich wusste, wie mir geschah, lag seine Hand auf meinem Arm. Hat mich gestützt. Und plötzlich konnte ich nicht mehr atmen.

Ich wusste nicht einmal, dass er da war. Wusste auch nicht, dass er so gute Reflexe hat.

Ich bin nicht gut darin, in Menschen zu lesen. Das ist ein Problem in diesem Job. Das ist das einzige Feld, in dem ich beinahe schon katastrophal schlecht bin. Aber mit Neo ist es anders. Ich weiß nicht, warum. Vielleicht weil wir uns ähnlich sind. Aber ich verstehe ihn instinktiv, bis zu einem Punkt, an dem es mich überrascht, wenn andere es nicht mehr können. Es scheint so offensichtlich zu sein. So einfach, in ihm zu lesen. Aber es ist nicht einfach, nicht für alle. Nur für mich.

Es ist seltsam, wie berauschend das ist.

 

°



„Hey.“

Sie schaut hoch. Sie muss überrascht sein – sie war offensichtlich meilenweit weg – aber er kann keinerlei Hinweise darauf entdecken. Sie ist genauso ruhig und klaräugig wie immer.

„Neo.“

„Entschuldige, ich werde gehen...“

„Nein. Nein, ich bin nur überrascht, dass du wach bist. Das ist alles. Setz' dich.“ Sie steht auf, läuft hinüber zur Theke. Er kann hören, wie sie etwas eingießt und dann reicht sie ihm einen Becher. „Hier. Es ist nur Wasser, aber wenigstens ist es heiß. Hat dich die Kälte geweckt? Es gibt noch mehr Decken, falls du welche brauchst.“

Er schüttelt den Kopf, während er den Becher entgegen nimmt. „Danke.“

„Kannst du nicht schlafen?“

Er nimmt einen Schluck, schüttelt erneut seinen Kopf. „Du kannst auch nicht schlafen“, sagt er. Es ist eine Aussage, keine Frage.

Sie sieht ihn an, wartet auf die unausweichliche Nachfrage, aber sie kommt nicht.

„Wie alt warst du?“, fragt er stattdessen.

„Als ich befreit wurde?“

„Nein. Das Schatzamt.“

„Ah“, sagt sie, „ich war fünfzehn.“

„Jesus.“ Seine Augen weiten sich, als er das verarbeitet. „Als ich in dem Alter war... Gott. Ich habe solchen Scheiß noch nicht gemacht.“

„Es war nicht so hart, wie du es dir vorstellst.“ Die Antwort kommt automatisch.

„Klar. Darum hat es auch keiner jemals geschafft.“

Sie schaut auf und lächelt, zuckt leicht mit den Schultern. „Naja, ich hatte einen Grund. Erstaunlich, was man leisten kann, wenn man verzweifelt ist. Jedenfalls schaffen es viele, wenn sie draußen sind. Es kommt nur nicht raus, das ist alles.“

„Wirklich?“

„Jap. Es ist das Gesellenstück der Akademie – wo Zion uns trainiert.“

Er ist für eine Weile still, dann fragt er: „Welcher Grund?“

„Hmm?“

„Du sagtest, du warst verzweifelt. Das war die Motivation.“

„Oh.“ Sie schweigt und dann sagt sie: „Ich musste Morpheus finden.“

„Er hat dich nicht gesucht?“

Sie schüttelt den Kopf. „Sie haben mich nur rausgeholt, nachdem ich das Schatzamt gecrackt hatte. Sofort danach, um genau zu sein. Deswegen habe ich überlebt.“

„Die Maschinen wissen, dass du es warst?“

Sie nickt. „Sie wissen genau, wer ich bin.“

„Warum sagen sie es dann nicht? Auf der Gesuchten-Liste? Jeder sucht nach einem Kerl.“

„Sie wollen nicht, dass mögliche Zielpersonen es wissen. Sie würden mich vielleicht suchen, genau wie Morpheus. Frauen würden vermutlich eher nach mir suchen. Sein Gesicht zu veröffentlichen brachte Nachteile mit sich. Es war ein Reinfall – sie wollen keinen zweiten. Besonders weil ich jetzt die ersten Annäherungen mache.“

„Oh“, sagt er, „richtig.“ Er fummelt an einem losen Faden am Saum seines Ärmels. „Also... kontaktierst du alle Zielpersonen?“

„Klar. Ich bin Kapitänleutnant. Das gehört dazu.“

„Also ist diese Weiße-Kaninchen-Sache – der Club – ein Standardprozedere?“

„Ach, das“, antwortet sie. „Nein. Nein, das habe ich vorher noch nie gemacht.“

„Hast du nicht?“ Seine Augen begegnen den ihren.

„Nein“, sagt sie. Ihre Worte klingen rau. „Jeder Erstkontakt ist anders – so ist es sicherer.“

Die Augen senken sich erneut. „Richtig. Also, fünfzehn. Du warst bei der... Akademie?“

Sie nickt. „Jap. Wir alle gingen dorthin. Bis auf Cypher, er war schon zu alt, als er befreit wurde. Der Rest von uns, ja.“

„Du warst mit Switch dort?“

„Hmhmm.“

„War sie... genauso? Damals?“

Sie lächelt plötzlich, amüsiert. „Oh ja. Sie ist das, was man beständig nennen könnte. Schon immer.“

„Okay“, sagt er, unsicher.

Sie schaut ihn an. „Du wirst dich an sie gewöhnen.“

Ihre Stimme hat sich nicht verändert, aber er bemerkt plötzlich, dass die Frauen sich nahe stehen, fast wortlos, wie ihre Interaktion in seiner Nähe. Es macht im Mut, dass Trinity so viel für jemanden empfinden kann. Er möchte der Freund dieser Frau sein; in diesem Moment möchte er das so sehr, wie er noch nie zuvor etwas wollte. Er hat noch nie jemanden wie sie getroffen, er ist introvertiert, er hat immer der Einsamkeit den Vorzug gegeben. Aber mit ihr zusammen zu sein, mit dieser ruhigen Stille, ist sogar noch erholsamer. Vielleicht verliert er auch nur den Verstand. Vielleicht hat er nur Angst, hier verrückt zu werden, wenn er zu oft allein gelassen wird. Aber er glaubt es nicht. Wenn er mit ihr redet, kristallisiert sich aus allem eine Bedeutung heraus. Wenn er sie ansieht – diese kraftsparende Anmut, diese ruhige Haltung – kann er daran glauben, dass Freiheit alles ist, worauf er gehofft hat.

Er glaubt an sie, bemerkt er. Was auch immer verwirrend sein mag, sie ist es nicht. Fremd mag sie sein, aber sie ergibt einen Sinn für ihn.

„Sie ist mit Apoc zusammen, oder?“, fragt er, als er realisiert, wie lange er geschwiegen hat. Er starrt sie an, hat Angst, dass sie geht.

„Ja“, sagt sie, „schon eine Dekade jetzt. Aber wir erwähnen es nie. Es gibt eine Art Don't-ask-Don't-tell bezüglich Beziehungen auf Schiffen. Es ist einfach, wie es ist. So können sie Leute wegschicken, wenn es chaotisch wird. Offiziell entlassen sie Paare, deswegen können sie das machen. Es ist also, hm... eine Art faux pas...“

„Erwischt.“

Sie sieht ihn an. „Es ist nicht nötig, oder? Du würdest dort nicht hingehen.“

„Ich mag es nicht... keine Ahnung.“

„Im Leben anderer herumzuschnüffeln? Ja, das habe ich gemerkt.“

Er wird von einer plötzlichen Sorge erfasst, dass sie ihn unterschwellig kritisiert; dass sie, wie so viele andere Frauen, die er gekannt hat, eigentlich meint: Du kümmerst dich einen Scheiß um andere, außer um dich selbst. Aber als er hochschaut, sieht er ihren Blick auf sich gerichtet, klar, ungeschützt, und er erkennt uneingeschränktes Einverständnis in ihren Augen.

„Du auch nicht“, sagt er plötzlich, als ihm klar wird, wie wahr das ist. „Deswegen verstehst du es.“

Sie zuckt mit den Schultern, aber es ist keine abwehrende Geste. Es ist Zustimmung.

„Das ist der Grund, warum es in deiner Nähe so erholsam ist“, sagt er, als ob er über ein Puzzlestück gestolpert wäre. Die Antwort auf etwas, das ihm Rätsel aufgegeben hat. „Keine Ansprüche.“

Sobald diese Worte seinen Mund verlassen haben, könnte er sich selbst treten, aus tausenden Gründen. Er weiß nicht, was schlimmer klingt – dass er anscheinend Frauen bevorzugt, die keine Ansprüche haben, oder dass er klingt, als ob er versucht, ihr ein unglaublich unaufrichtiges Kompliment zu machen. Das ist die Trinity, und er beschrieb sie soeben als anspruchslos. Und er ist sich darüber im Klaren, wie anspruchsvoll sie sein kann. Er hat bereits mit ihr trainiert und sie hat ihn härter dran genommen als Morpheus. Er hat genug Blutergüsse, die das beweisen. Aber als er sie ansieht, scheint sie ungerührt. Sie nimmt einen weiteren Schluck aus ihrer Tasse. Dann räuspert sie sich und zum ersten Mal sieht er sie mit etwas kämpfen.

„Das gleiche“, sagt sie schließlich. Ihre Stimme ist klar, aber fast lautlos. „Mit dir, meine ich.“

Ihre Blicke treffen sich und halten sich aneinander fest. Es herrscht eine absolute Stille. Später werden sie sich fragen, ob sie daran gedacht haben, weiter zu atmen.

„Hey“, sagt eine Stimme und zerstört den Moment. Sie schrecken auf und schauen überall hin, nur nicht zueinander.

„Cypher“, sagt Trinity brüsk und erhebt sich. „Bin ich dran?“

Cypher sieht sie an, dann Neo.

„Trin, du bist seit fünfzehn Minuten dran. Ich sollte längst schlafen. Vermute, Neo ist ein ziemlicher Konversationskünstler, huh?“ Er legt eine Hand auf Neos Schulter. „Trinity“, sagt er, sein Ton vertraulich, „ist niemals zu spät. Wegen nichts.“

 

°



Das erste, was er wahrnahm, war ihre Stimme, die Nein! schrie – und dann ihr Haar an seinem Gesicht, als sie sich über ihn warf. Dann fuhr ein versengender Energieschub durch seinen hinteren Anschluss wie eine plötzliche, quälend langsame, explosive Migräne.

Jesus. Das ist schlimmer als die Kugeln.

Er fühlte, wie sie zusammenzuckte, unnachgiebig, und realisierte, dass ihr eigener Anschluss die volle Auswirkung abbekommen hatte, exponiert, als sie ihn mit ihrem Körper vor dem Schlimmsten abgeschirmt hatte.

Als er seine Augen öffnete, sah er in Schwärze, jedes Licht erloschen, die einzige Beleuchtung kam von flackernden Flammen im zerstörten Hauptdeck. Aber er konnte ihr Gesicht im Schein dieses Feuers erkennen, ein Gesicht, geschockt und verletzlich, als sie in seine Augen sah. Und er bemerkte, das sie endlich Angst hatte. Angst, dass er sich nicht mehr daran erinnern konnte, was sie ihm gesagt hatte und Angst, dass er es konnte.

Er fuhr mit seiner Hand ihren Arm entlang, hoch zur empfindsamen Kurve ihrer Schultern, wie er es schon seit Tagen hatte tun wollen, bis seine Handfläche in ihrem Nacken zum Liegen kam. Dann hob er seinen Kopf, zog sie zu sich herunter und küsste sie.

Drei Wochen zuvor war er in einer Welt voller Krieg und Verlust und Furcht aufgewacht, nur mit Freiheit und Freundschaft, um eine trostlose und unglaubliche Wahrheit zu erwärmen. Nun war er erneut wiedergeboren worden und dieses Mal inmitten von Liebe. Er hatte ihre Stimme dort drin gehört, so klar, als ob sie neben ihm stehen würde, und plötzlich war es natürlich, dass er sie gehört hatte, natürlich, dass er den Tod besiegt hatte, um zu ihr zurückzukehren und natürlich, dass sie sich küssen sollten. Seine Zunge war plötzlich beweglich, in einer Sprache, von der er immer dachte, sie wäre unerreichbar fern, das Gefühl ihrer Haut und der Geschmack ihres Mundes, das alles kannte er, bis sie sich abrupt erhob.

„Gott verdammt!“

„Trinity? Was... was ist los?“

Sie biss sich auf die Lippe, dann sagte sie sanft: „Das EMP hat alle Systeme gekillt. Ich kann keine Scans durchführen. Aber mach dir keine Sorgen, ich weiß, was zu tun ist.“

„Trinity...“ Er versuchte, sie zurück in seine Arme zu ziehen, aber sie wich zurück, schüttelte ihren Kopf. Sie verwandelte sich zurück in die kühle, effiziente Soldatin aus der Matrix.

„Nein. Neo, du musst das ernst nehmen. Öffne deinen Mund und lehn' dich zurück.“

„Huh?“

„Ich muss wissen, ob du oral blutest. Das kann ein Hinweis auf innere Verletzungen sein.“

Er blinzelte. „Du hast meinen Mund definitiv untersucht, Trinity.“

Ihr Gesicht wurde durch ein kurzes Lächeln erhellt, aber dann nickte sie brüsk und begann, mit präzisen, vorsichtigen Fingerspitzen in regelmäßigen Abständen auf seinen Oberkörper zu drücken.

„Tut das weh?“, fragte sie, ihre Stimme gleichmäßig und kontrolliert.

„Nein. Nur der Druck.“

„Das?“

„Nein. Trinity, alles okay.“ Er versuchte, sie in einen erneuten Kuss zu ziehen, war bestürzt, als sie sich seinen Armen ein weiteres Mal entzog, dann sah er hinab und sah den Wächter, der funktionslos zu ihren Füßen lag. Die Krallen ausgestreckt, nur Zentimeter entfernt.

„Oh Jesus Christus!“

„Es ist okay, er ist tot. Altmetall.“

„Aber er hätte dich umbringen können!“

Sie zuckte mit den Schultern. „Hat er nicht.“

„Aber er hätte es tun können“, sagte er, starrte auf das Ding, auf seine gruseligen Ausmaße. Er realisierte plötzlich, warum sie sich über ihn geworfen hatte und er fühlte sich, nicht zum ersten Mal, demütig angesichts ihrer Courage. Agenten, Wächter, der Tod selbst, in ihrem Angesicht zuckte sie nur ihre schmalen Schultern und sie fielen, völlig besiegt. Was sie vielleicht nicht so sehr von ihm selbst unterschied.

Du siehst also, du kannst unmöglich tot sein. Es ist nicht möglich. Weil ich dich liebe. Hörst du? Ich liebe dich. Und jetzt steh auf!

Er hatte den Verdacht, dass er immer alles tun würde, was sie von ihm verlangte. Wirklich alles, ohne Fragen, ohne Einwände.

Ich will dir mal sagen, was ich glaube.

Aber als er sie ansah, hatte er ebenfalls den Verdacht, dass sie nichts verlangen würde. Nicht, solange es nichts Entscheidendes war. Den Tod besiegen. Den Krieg beenden. Sie zu lieben.

Ich glaube, dass du meine Hilfe brauchst.

„Trinity...“

„Neo, du zitterst.“ Sie legte ihre Hand auf seine Stirn.

„Mir ist nur kalt.“

„Nein. Du hast einen Schock.“ Sie wandte sich ab, wütend auf sich selbst. „Gott, natürlich hast du einen Schock. Warte hier.“

„Nein! Nein, bleib hier. Bitte, Trinity...“

„Ich bin in einer Sekunde zurück.“

Sie rannte zu den Kabinen, schnappte sich so viele Decken, wie sie finden konnte, kehrte zurück zum Hauptdeck und wickelte Neo hinein, mit schnellen, sparsamen Bewegungen.

„Es wird bald ein Rettungsschiff da sein“, sagte sie sanft. „Wir haben ein SOS-Signal abgeschickt, bevor wir den EMP ausgelöst haben. Keine Sorge.“

Neo schob seine Hand heraus und nahm ihre. „Trinity...“

„Es ist alles gut“, sagte sie weich, „es wird alles gut werden. Hab keine Angst, Neo.“

„Ich habe keine Angst“, sagte er. „Ich brauche dich nur hier. Das ist alles.“

 

 

 

°°°