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Alles, was uns bleibt, ist die Erinnerung an eine Zeit, die nie wieder kehrt

Chapter Text

Kapitel 5

 

Ich sehe schon wie Klaas sich anhand dieses Bildes ärgert nicht länger zusammen gearbeitet zuhaben

Das hängt hoffentlich bei Klaas über’m Bett im Schlafzimmer?

#drawmelikeoneofyourfrenchgirls

 

Das war nur eine Auswahl der Kommentare auf Joko’s Nacktbild im Bach. Natürlich hatte das ganze Internet spekuliert, ob es echt oder eine Fotomontage war. Es war gut bearbeitet worden. Das musste Klaas zugeben, aber etwas anderes hatte er von Paul nicht erwartet. Es war ein schmaler Grad zwischen Echt und Fake. Der Fotograf wusste, wie er die Leute auf trapp hielt.

Wie oft hatte er Joko gewarnt. Seit ihrem gemeinsamen Podcast waren sie enger zusammen gerückt. Schon zu HalliGalli Zeiten hatten sie ein enges Verhältnis, welches über reine Arbeitskollegen hinaus ging. Aber auch das war typisch Joko.

Aus diesem Grund war Klaas erst nicht begeistert gewesen, als Joko von seinem dreiwöchigem Urlaub in den USA erzählt hatte. Sie wollten ein bisschen ‚Quality Time‘ miteinander verbringen, wie Joko es ihm so schön erklärt hatte. Ein paar neue Podcast Folgen aufnehmen. Recherche für seine Zeitschrift betreiben. Das übliche eben. Klaas hatte nur mit den Augen gerollt.

 

„Ach, komm schon Klausi. Ich hab Paul so lange nicht besucht. Außerdem brauchen wir neue Foto’s für den Podcast.“

„Aber warum müssen es denn gleich drei Wochen sein?“

„Weil ich auch noch ein paar Termine für die JWD hab. Wenn ich schon mal drüben bin, will ich das auch ausnutzen“, sagte Joko und blickte zu Klaas, der grummelig auf dem Sofa in seinem Büro saß. Sie hatten eine anstrengende Woche hinter sich. Die Aufnahmen für ‚Die Beste Show der Welt‘ hatten Spaß gemacht, aber waren jedes Mal erneut eine Riesenaufgabe für das gesamte Team. Es wurde bis in die Nacht gedreht, weil es teilweise ewig dauerte ein neues Set aufzubauen. Doch Joko und Klaas liebten diese Show. Sie konnten kreativ sein und neue Showkonzepte ausprobieren ohne irgendwelche Einschränkungen. Der Traum eines jeden Moderatoren.

Thomas bekam bei diesen Gelegenheit regelmäßige Herzinfarkte. Selten konnten sie den Zeitplan einhalten und pünktlich die Dreharbeiten beenden. Irgendwelche Probleme traten immer auf und erinnerten das Team gerne daran, warum sie niemals mehr als drei Shows im Jahr produzierten.

Klaas stand kurz vor dem Ende der ersten Staffel ‚Late Night Berlin‘. Es war seltsam ohne Joko vor der Kamera zu stehen. Er hatte diese Late Night mehr als alles andere gewollt, doch es war schwierig das Publikum für sich zu gewinnen. Sie wollten HalliGalli. Wollten Joko. Konnten noch nicht akzeptieren, dass sie nun einzeln einen Weg im Fernsehen suchten. Natürlich hatten sie noch ihre großen Samstagabend Shows. Aber eine Show nach acht Jahren zu beenden, war für niemand einfach gewesen.

„Ich dachte, wir haben den Sommer für uns?“, machte Klaas seinem Unmut Luft.

„Haben wir doch auch. Ich fliege Anfang August rüber, wenn die Vorbereitung für LNB wieder starten. Dann wär' ich dir eh nur im Weg.“

Das ließ Klaas kurz auflachen. „Na sicher. Du bist ja auch der Typ, der einem nur am Bein hängt. Als du beim letzten Mal da warst, hast du das Handy doch kaum aus der Hand gelegt.“

Joko grinste ihn breit an, lehnte sich in seinem Schreibtischsessel zurück und verschränkte die Hände auf dem Bauch. Bis gerade hatte er noch versucht ein bisschen Arbeit am Computer zu erledigen. Aber Klaas wollte Aufmerksamkeit. Und ein anhänglicher Klaas bekam immer seinen Willen.

„Ich eigne mich eben nicht als hübsches Anhängsel.“

„Du bist so blöd, ey..“, sagte Klaas schmunzelnd und stand auf. Er ging um den Schreibtisch herum und blieb neben Joko stehen, der sich ihm nun zuwandte. Sie sahen sich an. Klaas neigte den Kopf leicht zur Seite, griff nach Joko’s Hand, die der Andere ihm entgegen streckte. Verschränkte ihre Hände miteinander. Lächelte ihn sanft an, während Joko leise lachte.

„Dafür liebst du mich doch.“ Mit diesen Worten zog Joko ihn auf seinen Schoß, schlang die Arme um Klaas’ Taille und legte seine Stirn an dessen Schläfe. Klaas spürte, wie er tief einatmete, die Arme fester um seinen Körper geschlungen wurden, sodass nichts mehr zwischen sie passte.

Er liebte diese Momente. Nur sie beide. Keine Kameras. Keine anderen Leute. Auch wenn es keinen Unterschied machte, ob ihre Mitarbeiter anwesend waren oder nicht. Wenn sie in einem Raum waren, waren sie wie zwei Magnete. Immer aufeinander fixiert. Immer aufeinander eingestellt. Sie hielten sich mit Zärtlichkeiten zurück, aber waren sie sich nah genug mussten sie sich berühren. Nach all den Jahren durfte er Joko endlich berühren, wann immer er wollte.

„Gerade deswegen solltest du dich etwas zurück nehmen. Du bist keine Zwanzig mehr. Mit fast 40 kannste nicht mehr die Nächte durch machen.“

„Hase, du machst dir mal wieder viel zu viele Gedanken. Du weißt, wie rastlos ich werde, wenn ich nicht ausgelastet bin.“

„Wie ein Welpe.“

„Witzig, Heufer Umlauf. Jetzt mal ernsthaft. Wir werden einen mega guten Sommer haben und danach wieder voll durchstarten.“

„Dein Wort in Gottes Ohren“, murmelte Klaas leise, ließ seine Hände durch Joko’s Haare gleiten, bevor er sie in seinen Nacken legte, die Augen schloss und die Lippen des Anderen suchte. Sanft ließ er seinen Mund über Joko’s Gesicht wandern. Spürte die harten Bartstoppeln bevor ihre Lippen sich fanden.

Es war bei weitem nicht ihr erster Kuss und doch überwältigte es Klaas jedes Mal aufs Neue. Das Gefühl ihrer vereinten Lippen würde er niemals als selbstverständlich ansehen. So viel hatten sie durchstehen müssen um an diesen Punkt zu kommen.

An den Punkt, wo es selbstverständlich war, dass ihre Zungen miteinander spielten und sich gegenseitig neckten. Wo es selbstverständlich war, dass Klaas' Hand sich erneut in den Haaren des Anderen vergrub und ihn näher an sich zog. Wo es selbstverständlich war, dass keiner von ihnen genug bekam.

„Ich liebe dich.“

„Joko..“ hauchte Klaas atemlos an seinen Lippen. Flatternd öffnete er seine Auge, blickte direkt in warmes Braun. Die Gefühle überwältigten ihn, ließen einen sanften Schauer über seinen Körper fahren bevor sich ihre Lippen erneut trafen. 

 

Joko war ein gefühlvoller Mensch. Es fiel ihm nicht schwer seine Gefühle in Worte zu fassen. Er benutzte die Worte ‚Ich liebe dich‘ öfter als jeder andere Mensch, den Klaas kannte. Aber zwischen ihnen war es etwas anderes. Es bedeutete etwas. In der Vergangenheit hatte es Klaas in Panik versetzt. Er hatte nicht gewusst, wie er mit diesen Gefühlen umgehen sollte, die diese Worte in ihm auslösten. Joko begreiflich zu machen, wie sensibel er auf solche Worte reagierte, hatte ihn einiges an Nerven gekostet. 

Klaas rieb sich mit dem Fingerknöchel über die Unterlippe. Während er auf die Bilder von Joko starrte, erinnerte er sich an die Anfangszeit. Was war das für ein Chaos gewesen? Es hatte einige Zeit gedauert bis sie aufeinander eingestellt waren. Bis sie wirklich als Team auftraten und niemand einen Keil zwischen sie treiben konnte. Denn das passiert noch viel zu häufig von alleine. Das erste Hindernis war wohl die Strip Paintball MAZ gewesen. Wer auf diese schwachsinnige Idee gekommen war, ließ sich im Nachhinein nicht genau sagen. Wahrscheinlich waren sie mal wieder viel zu besoffen gewesen. Mit Mitte Zwanzig war das schon fast ein Dauerzustand.

Es war witzig gewesen, natürlich zum größten Teil gestellt, aber das hatte damals noch niemand interessiert. Sie waren die neue hippe Sendung bei MTV, wurden von jungen Leuten geliebt und mit jeder Folge bekannter. Vor allem Joko nutzte das gerne aus. Benutzte seine Bekanntheit um sich und seine Kumpels auf alle möglichen Partys einzuschleusen. Und Frauen zu beeindrucken.

Klaas biss sich auf die Unterlippe. So oft hatte er Joko mit Frauen weg gehen sehen. Frauen, die sich ihm überall an den Hals warfen. Frauen, die er danach nie wieder gesehen hatte. Frauen, die ein Stück vom Fernsehstar Joko Winterscheidt abhaben wollten. Anfangs hatte er versucht es zu ignorieren. Sollte der Winterscheidt doch machen, was er wollte. Doch so einfach war es natürlich nicht gewesen. Thomas hatte ihn durchschaut. Hatte mal wieder hinter die Fassade geblickt und seine Lüge erkannt.

 

Die letzte Szene war im Kasten. Das Team packte bereits zusammen. Klar war es am Ende etwas dramatisch gewesen, aber das bot gute Bilder, machte etwas her. Thomas hatte wieder und wieder dazwischen gerufen. Wollte neu ansetzen. Einen anderen Blickwinkel einbringen. Verdammter Perfektionist! Der würde sie noch alle wahnsinnig machen.

Als ob es nicht schon schlimm genug war sich nur in Boxershorts mit Joko über den Boden zu rollen. Es wieder und wieder zu drehen, war die Hölle. Zumindest war es das für Klaas. Er hatte versucht den Anderen nicht mit solchen Augen zu sehen. Ihn am Besten überhaupt nicht anzusehen. Wenn er gewusst hätte, wie schwierig es wirklich werden würde, hätte er sich das mit dem Wechsel zu MTV doch noch mal genauer durch den Kopf gehen lassen.

Klaas’ Blick wanderte über den Parkplatz. Die Sonnenbrille auf der Nase, die Hände in der Jeanshose vergraben, lehnte er an ihrem Van und beobachtete Joko, der am anderen Ende des Parkplatzes nicht alleine stand. Natürlich nicht. Joko traf man selten alleine an. Er zog die Menschen an wie das Licht die Motte. Das hatte Klaas früh erkannt. Joko’s offene Art ließ ihn schnell Freunde finden und nicht nur das.

Stirnrunzelnd beobachtete er wie die drei Frauen auf Joko einredeten. Ihn zum Lachen brachten und ihn wenig subtil am Arm oder an der Brust berührten. Schüchtern waren sie jedenfalls nicht. Und Joko schien die Aufmerksamkeit zu genießen. Machte keine Anstalten eine von ihnen zurückzuweisen oder dem Ganzen ein Ende zu setzen.

„Alles klar?“

Thomas stellte den letzten Kamerakoffer ins Auto, während Frank den Kofferraum zufallen ließ. Das zweite Auto mit der restlichen Mannschaft fuhr bereits vom Parkplatz zurück ins Büro. Thomas’ Blick wanderte kurz zu Joko, bevor er sich neben Klaas stellte und ihn ansah, der den Blick nicht von der Szene nahm. 

„Ja, alles bestens.“

„Biste sicher? Ich könnte rüber gehen und…“

„Ich sagte: alles bestens“, sagte Klaas noch mal deutlicher, wandte sich nun Thomas zu und blickte ihn über den Rand seiner Sonnenbrille an. „Sind wir dann so weit? Können wir los?“

„Alles verpackt und verstaut. Von mir aus können wir los.“

„Hey Leute!“

Sie wandten sich Joko zu, der nun aufgeregt auf sie zu gerannt kam. Er trug immer noch das rote Poloshirt, welches er sich von Klaas für die letzte Szene hatte leihen müssen. Was das in ihm auslöste, wollte er lieber nicht genauer definieren. Es sollte nichts dabei sein. Es durfte nichts dabei sein.

„Die Mädels laden uns noch auf eine Party ein. Habt ihr Bock?“

Klaas presste die Lippen aufeinander und verschränkte die Arme vor der Brust. „Hast du schon vergessen, dass wir mit dem Team noch ein Bier trinken wollten?“

„Passt doch super. Zwei Fliegen mit einer Klappe“, sagte Joko begeistert und grinste breit.

„Alter, mit dem Team. Nicht mit irgendwelchen fremden Weibern. Außerdem sind die anderen schon vorgefahren. Die werden auf uns warten.“

„Jetzt hab dich doch nicht so. Wird bestimmt mega lustig. Die Lady’s sind gut drauf.“ Bei diesen Worte dreht er sich um und winkte den besagten Frauen zu, die die Geste kichernd erwiderten. Frank, der bereits im Van saß und nun den Kopf raus streckte, winkte ihnen ebenfalls zu. „Ich sag’s dir, da haben wir leichtes Spiel. Die haben jede Menge Freundinnen, die nur auf uns warten.“

„Vergiss es! Da bin ich raus. Aber tu dir keinen Zwang an“, sagte Klaas und stieg ins Auto, schob dabei Frank vom Eingang weg. Das musste er sich wirklich nicht antun.

„Spielverderber! Naja, mehr für mich. Dann sehen wir uns morgen.“

Joko hob die Hand zum Abschied und ging wieder zurück. Freudestrahlend wurde er dort empfangen und direkt von zwei Frauen in Beschlag genommen, die ihre Arme um seine Taille schlangen und sich an ihn drückten. Sogleich wurde die Geste von Joko erwidert, der die Arme um ihre Schultern legte.

Es war wie ein Autounfall. Klaas konnte den Blick nicht von der Szene wenden. Während Thomas sich ans Steuer setzte und den Motor startete, legte er die Stirn an die Scheibe und schlug leicht dagegen.

„Ich wär’ schon gerne mitgegangen“, kam es etwas niedergeschlagen von Frank, der auf der Rückbank mit Patrick saß und die Szene ebenfalls verfolgte.

„Halt einfach die Schnauze!“

 

Nicht das letzte Mal, dass er Joko mit irgendwelchen Frauen hatte weg gehen sehen. In der Anfangszeit war es sogar Standard gewesen, dass Joko nicht alleine irgendeine Party verließ. Zumindest was Klaas so mitbekommen hatte. Wenn er denn mal bis zum Schluss geblieben war, denn mit der Zeit hatte er es nicht mehr ertragen können. Als Lisa dann in Joko’s Leben getreten war, hatte Klaas gewusst, dass er aufhören musste einer Fantasie hinterher zu jagen.

Seufzend fuhr er sich mit den Händen durchs Gesicht. Er hätte niemals erwartete, dass es ihn so mitnehmen würde alte Bilder zu sehen. Alter Erinnerungen wieder aufleben zu lassen. Hätte ihm damals jemand gesagt, dass es mal anders zwischen ihnen werden würde, er hätte demjenigen nicht geglaubt.

Die dreiwöchige Trennung in besagtem Sommer war die Hölle gewesen. Vielleicht nicht für Joko, aber für ihn definitiv. Paul’s Foto’s waren nicht für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen. Klaas hatte nicht fassen können, dass Joko dieses Bild wirklich geteilt hatte. Nach zwei Tagen hatte es bereits angefangen. Gerade mal zwei Tage war Joko drüben in den USA gewesen. Er hatte ihm jede Menge Foto’s geschickt. Wenn sie sich schon so lange nicht sahen, wollten sie trotzdem alles miteinander teilen.

Klaas hielt die Arbeiten am Set für Joko fest und dieser schickte ihm Bilder vom Strand, vom Wandern und vom fantastischen Essen, welches sie da drüben genossen. Neidisch sah er sich damals die Bilder an. Hatte sich gefühlt wie ein verliebter Trottel, weil es sich anfühlte, als würde er die drei Wochen ohne Joko niemals überstehen.

 

officiallyjoko hat gerade einen Beitrag erstellt.

Klaas saß gerade in einem Meeting, als sein Handydisplay aufleuchtete. Stirnrunzelnd sah er die Nachricht von Instagram. In LA musste es gerade mitten in der Nacht sein. Was trieb er jetzt schon wieder? Gestern Abend hatten sie noch telefoniert, als Klaas schon im Bett lag und die Jungs mit ihren Bike’s unterwegs waren. Bei einem kleinen Zwischenstopp hatte Joko die Gelegenheit genutzt und ihn angerufen. Dabei erwähnte er was von einer Party in Paul’s Haus, der alle möglichen Freunde und Bekannte zur Feier des Tages eingeladen hatte.

Jakob las gerade die Gäste für die ersten Sendungen vor, sowie die geplanten Spiele, als Klaas das Handy in die Hand nahm und seine Instagram App öffnete. Sogleich sprangen ihm gefühlt tausende Mitteilungen an. Kommentaren in denen er markiert war. Private Nachrichten von bekannten und unbekannten Leuten.

Sein Daumen scrollte durch seinen Feed bis er…

„Nein!“

Alle blickten ihn erschrocken, als er mit dem Handy in der Hand aufsprang und fassungslos auf den Bildschirm starrte. Jakob, der mitten im Satz unterbrochen worden war, blinzelte ein paar Mal perplex, bevor er sich räusperte.

„Is’ was nicht in Ordnung? Wir können den Ablauf auch ändern. Fynn hat bestimmt nichts dagegen…“

Doch Klaas hörte ihn gar. Achtete nicht mal auf seine Umgebung, als er aus dem Konferenzraum in Richtung seines Büro’s stürmte. Dort angekommen setzte er sich auf die Couch, stand Sekunden später wieder auf und hühnerte im Raum umher. Was dachte der Winterscheidt sich dabei dieses Foto zu posten? Nackt im Bach liegend. Nackt. Ohne irgendeinen Fetzen Stoff am Leib.

Klaas erkannte die Stelle auf dem Foto. Am Vortag hatte er bereits weniger auffällige Bilder von Joko bekommen, die eine ähnliche Umgebung zeigten. Anscheinend hatten die zwei Verrückten es sich nicht nehmen lassen ein wildes Fotoshooting zu veranstalten.

Zähneknirschend wischte er die App beiseite, ging zu seinen Kontakten und zögerte nicht Joko anzurufen. Während er nervös an seinem Zeigefinger knabberte, wartete er darauf das der Andere abnahm. Scheiß drauf, dass es mitten in der Nacht war. Wenn er Zeit fand so ein Foto zu posten, sollte er doch auch noch wach sein. War Klaas jetzt auch egal, ob er ihn weckte oder bei irgendwas anderem störte. Er wollte Antworten. Das konnte er nicht unkommentiert stehen lassen.

Doch niemand nahm ab. Endlos lang hörte er den stetigen Freizeichenton. Versuchte es noch mal. Drei mal. Fünf mal. Doch niemand antwortete am anderen Ende der Leitung.