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Alles, was uns bleibt, ist die Erinnerung an eine Zeit, die nie wieder kehrt

Chapter Text

Prolog

Erinnerungen verfolgen dich.
Lassen dich nicht mehr los.
Brennen sich in deinen Gedanken fest.
Rauben dir den Atem.
Bringen dich um den Schlaf.
Können nicht ignoriert werden.
Bis sie deine einzige Realität sind.

-

Klaas konnte ein genervtes Grummeln nicht unterdrücken.
„Mach endlich mal Ordnung auf deinem PC! Kein Wunder, dass du nix wieder findest“, äffte er leise Thomas’ Stimme nach, die ihn mit den Worten zurück in sein Büro geschickt hatte, nachdem er zum tausendsten Mal fluchend durch die Flure gelaufen war. Dieser verdammte Computer wollte einfach nicht so wie er. Was konnte er denn bitte schön für diese verfluchte Kiste! Entweder war er langsam wie eine Schnecke oder stürzte direkt ab. Und einfach mal das finde, was er brauchte, war auch nicht drin. So konnte er nicht arbeiten.
„Nimm dir einfach mal die Zeit deinen ganzen Müll zu sortieren! Da würde ich auch den Überblick verlieren.“
Einfacher gesagt als getan, dachte Klaas, während er jetzt so durch die Ordner klickte. Es waren wirklich tausende Bilder und Dokumente, die teilweise nicht mal vernünftig beschriftet, geschweige denn sortiert waren. Weder nach Show noch nach Jahr. Und es hatte sich einiger Müll über die Jahre zusammen gesammelt. War immer wieder neu übertragen worden, von einem Pc auf den Nächsten. Ohne dabei zu kontrollieren, ob er es überhaupt noch gebrauchen konnte. Eher nicht, aber man wusste ja nie. Alte Bilder aus MTV Home Zeiten, NeoParadise Ausschnitte, Circus HalliGalli Momente, Duell um die Welt Reisefotos, Mein bester Feind Aufgabenlisten, Konzepte für Die beste Show der Welt, … Die Liste schien nach nur einem Kurzen Blick endlos zu sein.
Seufzend fuhr Klaas sich mit der Hand durch die Haare und lehnte sich zurück. Es würde Stunden dauern das alles zu sortieren und zu benennen. Dafür hatte er heute absolut keine Zeit. Joko war auf dem Weg nach Berlin für einen Dreh. Sie mussten heute noch eine Aufgabe für Joko und Klaas gegen Pro7 über sich ergehen lassen. Bis dahin hatte er eigentlich nichts besseres zu tun. Da musste er wohl in den sauren Apfel beißen.
Klaas stützte das Kinn auf seiner Hand ab und starrte auf den Bildschirm.
„Na, dann wollen wir mal..“