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Aziraphale bei Nacht (Aziraphale at Night)

Work Text:

 

Vier Uhr morgens, in der Buchhandlung ist es ruhig und still.

Alles, wonach dir verlangt, ist, dass Crowley hinter dir auftaucht, in dein Ohr wispert. „Lass mich Dich verführen,“ sagt er. „Mein Engel,“ sagt er. „Du bist Alles.“

Und er küsst deinen Nacken, und es ist so leicht, seine Hand liegt auf deinem Herzen, er zieht dich nah zu sich heran, so nah, und du kannst dich gegen ihn lehnen, einfach so, gegen seine Schulter sinken, es geschieht, lass es geschehen.

Und du fühlst Wärme, Feuchtigkeit auf deiner Kehle, und wie Magnete finden eure Lippen zueinander, öffnen sich, seine Zunge gleitet in deinen Mund. Er schmeckt wie Regen in der Wüste, wie Blitze in einem Sturm, und du kannst nicht anders, du stöhnst auf und nun gibt es unabänderlich kein Zurück mehr, du könntest dies nicht mehr aufhalten, selbst wenn du wolltest, und alle Vernunft, all deine Bedenken verschmachten angesichts seiner Zunge, die die deine umschmeichelt, seine Hand gleitet hinab, dich zu umfassen, dorthin, wo dein Verlangen dich verzehrt, nach seiner Berührung, nach -

Aziraphale erstarrt, setzt sich, bedeckt sein Gesicht mit seinen Händen. Verharrt so für etliche, sich dehnende Augenblicke.

Steht auf. Zieht ein Buch, irgendein Buch, aus dem Regal, setzt sich wieder. Legt es in seinen Schoß. Liest.

Die Erde dreht sich, unerbittlich, reißt London mit sich, dem gleißenden Licht der Sonne entgegen.

 

 

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