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PoV Ardy

Wir reden noch ein wenig weiter, als ich plötzlich etwas Rascheln höre und dann schnell aufstehe. Verwirrt schauen mich die Beiden an, aber ich deute nur auf die Tür.

"Ich glaube, er ist wach", sage ich leise und gehe in das Zimmer. Kopfschüttelnd schaue ich Taddl an, der sich, wie erwartet die Infusion rausgezogen hat und sich am Bettgestell abstützt, weil er ohne das nicht stehen könnte. Ich seufze, weil ich jetzt schon weiß, dass ihm die Konsequenzen nicht gefallen werden.

"Taddl, wieso tust du das?", fährt ihn Mary an und will auf ihn zuspringen, doch Luna hält ihn fest und ich gehe langsam auf ihn zu.

"Du sollst doch nicht aufstehen", sage ich sanft und er sieht mich gleichgültig an.

"Sollen heißt nicht, dass es verboten ist", sagt er leise und ich seufze, ehe ich seinen Arm nehme und ihn vorsichtig zum Bett zurückbringe. Er setzt sich auf die Matratze und schaut auf seinen Schoß.

"Ich will das nicht", murmelt er leise und ich streiche kurz durch seine Haare.

"Das alles nicht...", wispert er kaum hörbar und ballt seine Hände zu Fäusten. Ich setze mich vorsichtig neben ihn, aber lasse Platz zwischen uns, damit er sich nicht bedrängt fühlt.

"Es wird dir besser gehen", sage ich leise und er sieht auf.

"Besser", murmelt er verächtlich und ich seufze. Plötzlich hält er sich eine Hand vor den Mund, als er zu würgen beginnt. Erschrocken springe ich auf und halte ihm gerade noch rechtzeitig eine Schüssel hin. Würgend übergibt er sich und ich sehe aus dem Augenwinkel, wie Mary ihn mit geweiteten Augen ansieht. Taddl keucht und versucht wieder Luft zu bekommen, als alles Schwall für Schwall wieder herauskommt, was sie ihm mit der Sonde im Krankenhaus zugeführt haben.

"Ich kann mich nicht erinnern so viel gegessen zu haben?", murmelt er fragend und ich lächele leicht, ehe ich ein Tuch hole und damit sanft sein Gesicht sauberwische.

"Hast du auch nicht", erkläre ich leise und überlege gleichzeitig, wie ich es ihm am Besten beibringe. Müde und erschöpft sieht er mich an, weswegen es nicht schwer ist, ihn wieder dazu zu überreden sich hinzulegen.

"Da du dir die Infusion herausgerissen hast, muss ich sie ein weiteres Mal legen", sage ich sanft und streiche über seinen Unterarm. Gleichgültig nickt er und ich erledige das schnell, ehe ich den Beutel anschließe.

"Was ist das?", wispert er leise und ich setze mich auf die Bettkante.

"Das ist nur Kochsalzlösung, um den Flüssigkeits- und Mineralverlust auszugleichen", erkläre ich sanft und er nickt, ehe er sich zurücksinken lässt.

"Da ist nichts drin?", murmelt er müde und ich schüttele leicht lächelnd mit dem Kopf.

"Wieso bin ich dann so müde?", fragt er und ich streiche über seine Wange.

"Weil dein Körper erschöpft ist und das Sedativum noch nachwirkt. Ruh dich einfach aus", sage ich sanft, während ich weitere Sachen heraushole.