Actions

Work Header

unstable

Chapter Text

PoV Ardy

Ich hatte mich heute morgen gewundert, als mein Chef mich direkt zu sich ins Büro gebeten hat, weil er etwas mit mir besprechen wolle. Natürlich, wie immer, bin ich in Gedanken all die Dinge durchgegangen, die ich eventuell falsch machen hätte können, doch mir ist nichts eingefallen.

Das Ergebnis des Gesprächs ist jetzt das Szenario hier. Seufzend schaue ich die einzelnen Leute etwas aus der Ferne an, den großen, blonden Jungen, der ein dunkelhaariges Mädchen im Arm hält. Beides Betas, sagt mir ihr Geruch und der weinende, bettelnde dunkelblonde Junge, der sich versucht zu befreien.

"Ich will das nicht. Mary... Tu mir das nicht an", fleht er, während er auf die Transportliege gedrückt wird und dort festgehalten wird.

"Ich kann auf mich selber aufpassen", wimmert er und ich schlucke leise, ehe ich langsam näher komme.

"Sir, haben wir ihre Erlaubnis, ihn zu sedieren?", fragt der Arzt den Älteren, der sich auf die Lippe beißt. Sein Blick wandert von dem weinenden, flehenden Jungen, der sich nicht zu beruhigend scheint und stattdessen weitere aussichtslose Versuche startet seinem Schicksal zu entgehen, zurück zum Arzt, ehe er kurz nickt.

"Nein... Ich will das nicht", schreit der Dunkelblonde, während ihm Tränen über die Wange laufen. Ich sehe, wie die Spritze aufgezogen wird und seufze leise, während sie ihm jene geben. Ich gehe zu dem Älteren, der einen großen Teddy in der Hand hält und beiße mir auf die Lippe.

"S-Sind Sie Ardian Bora?", fragt er leise und ich nicke, ehe ich ihm eine Hand hinhalte.

"Und Ihr Name ist dann wahrscheinlich Marius Ley?", erkundige ich mich und er nickt.

"Das ist meine Freundin Luna", erklärt er und ich lächele.

"Ich denke, es wäre angebracht, dass wir uns duzen, da wir wahrscheinlich noch mehr miteinander zutun haben werden", sage ich leise und die Beiden nicken zustimmend, als wir von einem Schluchzen unterbrochen werden.

"M-Mar-ry", wimmert der Junge leise und der Dunkelblonde geht schnell zu ihm.

"Shhhh, alles wird gut", murmelt er leise und streicht über die Wange des Jüngeren, ehe er ihm den Teddy hinhält. Sofort schlingt er seine Arme um das Kuscheltier und presst es an sich. Vorsichtig nähere ich mich den Beiden bis ich neben Mary stehe und schaue den Jungen an. Das Beruhigungsmittel scheint zu wirken, denn seine Gesichtszüge entspannen sich langsam und seine Atmung beruhigt sich. Dann helfe ich den Assistenten schnell dabei, eine Decke über ihn zu legen, ehe ich vorsichtig seine Hände nehme.

"Du bist sicher", flüstere ich sanft und streiche über seinen Handrücken.

"Du bist sicher und alles wird gut." Sekunden später entfaltet das Sedativum seine volle Wirkung und er schläft ein.